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  • Lutz

Zarter Stierbraten mit Klößen und Apfel-Rotkohl

Aktualisiert: 14. Dez 2020

Nichts verbindet Menschen beim Mahl so miteinander wie ein großer Braten. Stundenlang vorher verbreitet sich der köstliche Duft im Raum und führt so immer wieder zu Grüppchenbildung in der Küche. Und dann erst der unvergleichliche Moment, wenn das butterzarte, fein duftende Prachtstück angeschnitten wird! Die Tischrunde ist sprachlos und allen läuft das Wasser im Mund zusammen. Aber keine Sorge: Alle finden ihre Sprache wieder, schon weil nichts so gelobt wird wie ein gelungener Braten.

Das Besondere an unseren Stierbraten ist, dass wir die Keulen für mindestens 4 Wochen in unserem Reifekühlhaus abhängen lassen. Dieses Verfahren ist keine neue Erfindung von uns, sie wurde früher von allen Fleischern praktiziert. Doch da heute kaum ein Fleischer noch selbst schlachtet, ist diese Kunst aus den meisten Betrieben verschwunden und wurde durch die Vakuum-Reifung ersetzt. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass das Fleisch nicht "austrocknet" und so die Bratenstücke nicht ihr volles Aroma entfalten können. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Braten bei der Zubereitung in dem Bräter stärker schrumpft.

Durch das lange Abhängen unserer Keulen gelingen unsere Stierbraten immer! So kann selbst ein Küchenlaie mit Hilfe unseres Rezeptes eine wahre Delikatesse zaubern. Versprochen!



Rezept:

(4 Personen)

Zutaten: Zubereitungsgrad: einfach

Zeitaufwand: 180 Minuten

Für den Rotkohl:

  • 1,000 Kg Rotkohl frisch

  • 2 Zwiebeln

  • 2 EL Öl

  • 2 Pimentkörner

  • Salz

  • 4 Nelken

  • 1 zerkleinerter Apfel

Für den Stierbraten:

  • 1,200 Kg Stierbraten

  • 2 Dosen Festtagsbratenfond

  • Salz

  • Pfeffer weiß gemahlen

  • Saucenbinder

  • 2 El Öl



Zubereitung:


Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.


Zu Beginn das Öl in einem Bräter erhitzen. Den Braten von allen Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Öl heiß ist, das Bratenstück rundum scharf anbraten, sodass er angebräunt aber nicht verbrannt ist.


Nun den Braten mit dem Festtagsbratenfond ablöschen und ggf. soweit mit Wasser auffüllen, das der Braten bis zur Hälfte mit Fond bedeckt ist. Danach den Bräter mit geöffnetem Deckel für 15 Minuten in den Backofen stellen und zwischendurch mit dem Fond übergießen.


Nach den 15 Minuten den Ofen auf 200°C herunter schalten und den Bräter für 2,5 Stunden mit dem Deckel verschließen. Jedoch auch hier immer wieder den Braten mit dem Fond begießen.


Eine Stunde bevor der Braten wieder aus dem Ofen kommt, den Rotkohl zubereiten. Hierfür welke Blätter entfernen, Kohl halbieren oder vierteln, den Strunk herausschneiden. Den Kohl in feine Streifen schneiden und die zerkleinerten Blätter von einander trennen. Im Anschluss das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln andünsten. Den Rotkohl hinzufügen, mit 200ml Wasser auffüllen und mit 2 Pimentkörnern, Salz, Nelken und dem kleingeschnittenem Apfel für 60 Minuten dünsten. Mit Wasser nachfüllen, wenn die Flüssigkeit verdampft ist. Nach Geschmack mit 4 Tl Preiselbeermarmelade verfeinern.


Zu guter Letzt die 8 Klöße nach Packungsinformationen zubereiten. Währenddessen den Braten aus dem Bräter nehmen und im ausgeschaltetem Ofen warmhalten. Den Bräter auf den Herd stellen und den Fond aufkochen lassen. Mit Hilfe des Saucenbinders nach Herstellerangaben die Sauce andicken. Den Braten schneiden und anrichten.


Wir wünschen guten Appetit!



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